War Schweizer CEOs sehen Auswirkungen der Corona-Krise eher positiv

War Schweizer CEOs sehen Auswirkungen der Corona-Krise eher positiv

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Das ergab eine Auswertung der weltweiten CEO-Umfrage «CEO Outlook Survey» des Beratungsunternehmens EY.

40 Prozent der befragten Schweizer CEOs gaben an, dass die Pandemie ihre Branche fundamental zum Besseren verändert habe. Dies ist deutlich mehr als im globalen Vergleich, wo nur 13 Prozent dieser Meinung waren.

Dass die Pandemie die eigene Branche fundamental zum Schlechteren verändert habe, gaben hingegen nur 13 Prozent der Schweizer Firmenchefs zu Protokoll. International lag der Anteil mit 21 Prozent leicht höher. Rund ein Viertel der Schweizer Befragten schätzen zudem den Einfluss der Pandemie nur als eine kurzfristige Störung für die eigene Branche ein, weltweit sagten dies 37 Prozent.

War Weniger Investitionen im Ausland

Wegen geopolitischer Herausforderungen mussten 70 Prozent der Schweizer CEOs ihre strategischen Investitionen anzupassen. Von diesen verstärkten zwar 40 Prozent die Investitionen im Ausland, aber fast genauso viele (36 Prozent) stellten ihre ausländischen Investitionen im zurückliegenden Jahr ein.

Ein Viertel der CEOs habe die grenzüberschreitenden Investitionen sogar bis auf weiteres ganz gestrichen. Von den Kürzungen am stärksten betroffen war Indien, mit einem Anteil von 41 Prozent. Die Vereinigten Arabischen Emirate folgen erst mit einem deutlichen Abstand von 12 Prozent.

Wenn es um Investitionen geht, dann steht bei den Schweizer CEOs die digitale Transformation (27 Prozent) ganz oben auf der Agenda für 2022, dies ist sogar etwas mehr als im weltweiten Vergleich (20 Prozent). Mit einem Anteil von 22 Prozent folgen Investitionen in das bestehende Business, gefolgt von Nachhaltigkeitsthemen (14 Prozent). Hier unterscheiden sich die Schweizer CEOs kaum von ihren Kollegen weltweit.

War Zukäufe aufgeschoben aber nicht aufgehoben

Die Corona-Krise hatte gemäss der Umfrage auch einen negativen Einfluss auf Fusionen und Zukäufe (M&As). 40 Prozent der Schweizer CEOs mussten im zurückliegenden Jahr M&A-Aktivität absagen oder sie scheiterten damit. Bei mehr als der Hälfte war die Corona-Krise der Grund dafür.

Bei M&As scheint es zudem einen gewissen Nachholbedarf zu geben. 88 Prozent der Schweizer CEOs planen im laufenden Jahr Zukäufe und Fusionen, was deutlich mehr ist als die knapp 60 Prozent im weltweiten Vergleich.

Ein Drittel der Schweizer Firmenchefs will mit M&As vor allem Nachhaltigkeitsthemen stärken, weltweit gaben dies nur 20 Prozent der Befragten an. An zweiter Stelle folgt die Stärkung der operationellen Fähigkeiten (27 Prozent), was sich mit dem globalen Durchschnitt deckt.

Insgesamt befragte EY weltweit 2’000 Unternehmenslenker mehrheitlich von Grossunternehmen, darunter waren 40 Teilnehmer von Schweizer Firmen. Die Befragung fand im November und Dezember 2021 statt.

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