War Goggia entscheidet Wind-Spektakel für sich – Suter auf Rang 4 beste Schweizerin

War Goggia entscheidet Wind-Spektakel für sich – Suter auf Rang 4 beste Schweizerin

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Die Leaderin des Abfahrts-Klassements Sofia Goggia schlägt vor heimischem Publikum zu. Für alles in allem enttäuschende Schweizerinnen war vor allem der Wind Schuld.

von

Eric Belot

Silvan Haenni

Die Abfahrt auf dem letztjährigen WM-Hang in Cortina ist geprägt von einer kurzen Laufzeit, engen Zeitabständen und viel Wind. Diesen spürt auch Lara Gut-Behrami, die als fünfte Fahrerin eine kräftige Böe abbekommt. Das Problem: Bei 100 km/h verlieren die Fahrerinnen kurz die Sicht. Die Tessinerin büsst auch deshalb viel Zeit ein – und ärgert sich im Ziel: «C***, dai!», flucht die Tessinerin in die Kamera.

Lara Gut-Behrami wird am Ende Neunte. Ihr fehlen 68 Hundertstel auf die Bestzeit von Showfrau Sofia Goggia, die vor heimischem Publikum zeigt, weshalb sie das Abfahrts-Klassement anführt. Die Italienerin gewinnt vor der Österreicherin Ramona Siebenhofer (+0.20 Sekunden) und Ester Ledecka (+0.26).

Corinne Suter beste Schweizerin

Direkt hinter Ledecka reiht sich Corinne Suter auf Rang 4 ein, die sich bis zum Lauf der Tschechin noch auf dem Podestplatz festgebissen hatte. Der Schwyzerin, die 2021 in Cortina Weltmeisterin wurde, fehlen am Ende sieben Hundertstel für die Top 3. Dies, obwohl sie einen richtig starken Startabschnitt hinlegte.

«Es war viel Wind drin, ich bin aber auch nicht super gefahren», sagte Suter nach ihrem Lauf zu SRF. «Der Untergrund war sehr eisig, ich konnte nicht so gut wie gestern im Training auf den Ski stehen.» Heute sei sicher ein spezielles Rennen gewesen, so die 27-Jährige.

Gisin findets «extrem schade»

Hinter Suter zweitbeste Schweizerin wurde Michelle Gisin, die bereits als zweite Fahrerin ins Rennen startete. Auch die Engelbergerin meistert den ersten Streckenabschnitt souverän, lässt im Schlussteil aber einiges an Zeit liegen. Die 28-Jährige wurde am Ende Sechste, mit 0.44 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Gisin: «Es ist extrem schade, dass es mich unten rausgeschmissen hat. Grösste Schwierigkeit war, den Ski gut laufen zu lassen.»

Die Schweizerinnen im Überblick:

4. Corinne Suter +0.33

6. Michelle Gisin +0.44

9. Lara Gut-Behrami +0.68

12. Priska Nufer +0.99

xx. Jasmine Flury +1.39

xx. Noémie Kolly +1.70

xx. Jasmina Suter +1.80

xx. Delia Durrer +3.72

DNF: Joana Hählen

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Das Rennen scheint entschieden. Einmal mehr gewinnt die Italienerin Sofia Goggia. Das Podest komplettieren die Österreicherin Ramona Siebenhofer und die Tschechin Ester Ledecka. Für die Schweizerinnen ist es ein durchzogener Tag. Mit Corinne Suter (knapp neben dem Podest auf Zwischenrang 4), Michelle Gisin auf Zwischenrang 6 und Lara Gut-Behrami auf Zwischenrang 9 sind immerhin drei Schweizerinnen in den Top 10.

Die letzte Schweizerin rauscht die Piste hinunter. Ihre Fahrt ist ordentlich, doch sie fährt nicht mit letzter Konsequenz. Bei einigen Toren ist sie etwas weit weg. Doch grobe Fehler sind keine auszumachen. Bei der ersten Zwischenzeit hat sie eineinhalb Sekunden Rückstand auf Goggia. Nach dem Mittelabschnitt wächst ihr Rückstand auf 2.6 Sekunden an. Im Ziel beträgt ihr Rückstand auf die führende Italienerin 3.72 Sekunden. Das ist Zwischenrang 37.

«Der zwölfte Zwischenrang ist super. Ich bin froh, habe ich Corona gut überstanden. Ich danke meinen Angehörigen, dass sie mich bei der Genesung so gut unterstützt haben. Es macht vieles einfacher, wenn man voll und ganz auf seinen Körper vertrauen kann. Im Super-G hat mein Körper völlig blockiert. Deshalb bin ich sehr froh, konnte ich heute wieder voll mitfahren.»

Auch sie hat kurzzeitig keinen Grip mehr und rutscht ordentlich vom Tor weg, kann sich aber gerade noch im Rennen halten. Danach fährt sie wieder solider. Doch im Ziel sind es über zwei Sekunden Rückstand und damit Zwischenrang 28.

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Den Startabschnitt bewältigt sie gut, doch ihr Knie leidet. Im Mittelabschnitt rutscht sie bei einer Kurve völlig weg. Ihr Knie war bereits angeschlagen. Hoffentlich hat sie sich nicht schlimmer verletzt. Heute scheidet sie damit jedenfalls aus. Sehr schade! Wir hoffen das Beste für ihr Knie. Immerhin kommt sie aus eigener Kraft ins Ziel.

Die Österreicherin büsst besonders in diesem so schwierigen Mittelabschnitt einiges an Zeit ein. Im Ziel leuchtet bei ihr für die Klassierung die Zahl 27 auf.

Die Französin ist im oberen Teil sehr schnell und hat kaum Balance-Probleme. Doch auch ohne grössere Fehler lässt sie im Mittelteil und im Schlussteil einiges an Zeit liegen. Sie schafft es auf Zwischenrang 19.

Den Startabschnitt meistert sie gut. Dann aber wird sie im mittleren Teil ordentlich durchgeschüttelt. Sie schafft es auf Zwischenrang 24, zwischen Kolly und Suter.

Die Österreicherin hat im oberen Streckenabschnitt einige Schwierigkeiten, kann sich aber gut fangen und greift im Schlussteil ordentlich an. Im Ziel hat sie nur noch 57 Hundertstel Rückstand. Das ist Zwischenrang 7.

Wie schon viele Fahrerinnen vor ihr leidet sie im Mittelteil. Sie kann sich aber retten und kämpft sich die Piste hinunter. Den Schlussteil meistert sie deutlich besser. Am Ende verliert sie 1.8 Sekunden auf Goggia und landet damit auf Zwischenrang 23.

Die nächste Schweizer Hoffnungsträgerin ist unterwegs. Den oberen Streckenteil bewältigt sie gut. Sie nimmt viel Risiko. Dieses wird leider nicht belohnt. Ihr Rückstand wächst kontinuierlich an. Mit 1.7 Sekunden Rückstand landet sie auf Zwischenrang 22.

Sie hat über die ganze Fahrt sichtlich Probleme mit der Piste und den Bedingungen. Im Ziel ist es Zwischenrang 18.

Die erste Französin des heutigen Tages ist unterwegs. Auch sie leidet unter dem Wind und verliert Zeit. Am Ende ist es Zwischenrang 15.

«Es war viel Wind drin, ich bin aber auch nicht super gefahren. Der Untergrund war sehr eisig, ich konnte nicht so gut wie gestern im Training auf den Ski stehen. Heute war sicher ein spezielles Rennen. Ich werde das Positive daraus mitnehmen und morgen wieder voll angreifen.»

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Bislang fuhr sie in diesem Winter zweimal in die Top 10. Sie wird bei Olympia dabei sein, muss aber erst noch dieses Rennen gut überstehen. Im oberen Teil verliert sie etwas Zeit, im Mittelabschnitt macht sie einiges gut. Doch im Schlussteil gehen wieder einige Hundertstel verloren. Im Ziel hat sie die 17-schnellste Zeit.

Die Österreicherin verliert im oberen Teil bereits viel Zeit. Der Rückstand wächst auf über 1.5 Sekunden an. Trotz weitgehend fehlerfreier Fahrt kann sie also nicht vorne mitmischen und wirkt im Ziel sichtlich enttäuscht.

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