War Expertenrat warnt vor Gefährdung des Gesundheitssystems

War Expertenrat warnt vor Gefährdung des Gesundheitssystems

War

Expertenrat warnt vor Gefährung des Gesundheitssystems  

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung warnt vor einer Gefährdung des Gesundheitssystems durch die rasante Ausbreitung der Omikron-Virus-Variante. “Unter den aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen steigen die Inzidenzen weiter, und es ist anzunehmen, dass die medizinische Versorgung zumindest regional eingeschränkt sein wird”, heißt es in einer am Samstagabend veröffentlichten dritten Stellungnahme des Expertenrates, die dem Tagesspiegel vorliegt. “Dies kann relevante Gefährdungen, zum Beispiel bei der Versorgung von Patientinnen mit anderen Krankheiten, zur Folge haben.” Auch in anderen Bereichen drohten durch einen hohen Krankenstand und Quarantäne erhebliche Personalausfälle – diese seien schon teilweise bereits eingetreten. (Tsp)


Über 389.320 Neuinfektionen und 167 weitere Tote in Frankreich

In Frankreich verzeichnen die Gesundheitsbehörden 389.320 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind weniger als am Vortag mit 400.851 nachgewiesenen Ansteckungsfällen. In Krankenhäusern starben 167 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 101.215 Todesfälle. (Reuters)


Wohl kürzere Inkubationszeit bei Omikron-Variante

In einer Zusammenfassung der New York Times werden verschiedene Studien vorgestellt, die sich mit Merkmalen der vorherrschenden Omikron-Variante befassen. 

Die Omikron-Variante habe demnach eine kürzere Inkubationszeit als vorherige Varianten, nämlich drei Tage. Bei der Alpha- und Delta-Variante lag diese Zeit bei etwa vier bis fünf Tagen. Hieraus folgt laut Experten auch ein veränderter Rahmen für effektive Testungen. Habe man vorher einen Test fünf bis sieben Tage nach einer möglichen Ansteckung empfohlen, seien bei einer Infektion mit der Omikron-Variante zwei bis vier Tage am besten.  

Zudem sei die Viruslast laut einer Studie bei der Alpha und Delta-Variante durchschnittlich drei Tage nach Infektion am höchsten, nach sechs Tagen sei diese überstanden. Bei einer Omikron-Infektion hingegen sind diese Zeiten laut der Studie um einen Tag kürzer. Die Forscher erklärten allerdings, dass das auch an einer zuvor bestehenden Immunität etwa durch Impfungen liegen könnte. 

Following the course of a typical Omicron infection.

The New York Times

Proteste wegen 2G-Regeln in Frankreich

Kurz vor dem geplanten Inkrafttreten des sogenannten Corona-Impfpasses haben in Frankreich hunderte Menschen gegen die Maßnahme demonstriert. Allein in der Hauptstadt Paris fanden am Samstag vier Kundgebungen statt, an denen zahlreiche Anhänger des nationalistischen Präsidentschaftskandidaten Florian Philippot teilnahmen, darunter Eltern mit ihren Kindern. Viele Teilnehmer trugen keine Masken und hielten Schilder mit Aufschriften wie “Freiheit”, “Wahrheit” und “Nein zur Apartheid” hoch.

Einige Demonstranten schrien “Impfpass – totaler Widerstand!” Eine 44-jährige Demonstrantin namens Sophie und ihr 56-jähriger Partner sagten der Nachrichtenagentur AFP, sie seien beide gegen Corona geimpft. Sie seien aber dagegen, dass auch ihre Tochter vom Staat zu der Impfung gedrängt werde. Eine Demonstrantin im südostfranzösischen Bordeaux sagte, auch Geimpfte könnten an Covid-19 erkranken. “Also, was soll das?”, kommentierte sie den Corona-Impfpass.

Der Impfpass soll von Montag an in Frankreich für Menschen über 16 Jahren gelten. Damit sind weite Bereiche des öffentlichen Lebens nur noch Geimpften und Genesenen zugänglich. Die Impfpass-Pflicht gilt in Restaurants und Bars, Freizeitstätten und in überregionalen öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil die Opposition den Impfpass als einen zu weit gehenden Eingriff in die persönlichen Freiheiten der Bürger ablehnt, hat sie den Staatsrat angerufen, eine endgültige Entscheidung zu treffen. (AFP)

Großdemo gegen Impfpasspflicht in Schweden

Tausende Menschen haben in Schweden gegen die Corona-Impfpasspflicht für bestimmte Veranstaltungen demonstriert. In der Hauptstadt Stockholm zogen am Samstag etwa 9000 Demonstranten zu dem zentralen Platz Sergels Torg und riefen “Nein zu den Impfpässen, Ja zur Freiheit”. Die Kundgebung wurde von einer Gruppe organisiert, die sich selbst Freiheitsbewegung nennt. Einige Teilnehmer trugen Kennzeichen extremistischer Gruppen wie der Neo-Nazi-Gruppe NMR.

Schwedens Sicherheitspolizei Sapo hatte vorab vor dem Aufmarsch von Neo-Nazis bei den Protesten gegen den Corona-Impfpass gewarnt. Einige der Demonstranten in Stockholm waren vermummt, außerdem wurden rote Leuchtraketen gezündet.

Nach Angaben der Polizei gab es aber keine gewaltsamen Zusammenstöße. Wegen der Proteste hatten am Samstag vorsorglich mehrere Corona-Impfzentren in Stockholm früher geschlossen. Eine weitere Demonstration der Impfpassgegner mit etwa 1500 Teilnehmern fand in Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes, statt. Die Corona-Impfpasspflicht war am 1. Dezember in dem skandinavischen Land eingeführt worden. (AFP)

Dresdner Polizei verhindert Großaufgebot an Corona-Protestierenden

Mit einem starken Polizeiaufgebot ist am Samstag in Dresden ein geplanter Massenaufzug von Corona-Leugnern und Rechtsextremisten weitgehend unterbunden worden. Unterstützt von Einsatzkräften unter anderem aus Berlin zeigte die sächsische Polizei in der Dresdner Innenstadt massive Präsenz. Wasserwerfer und Räumpanzer standen bereit, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Stadt.

Ein zentraler Aufzug habe verhindert werden können, sagte ein Polizeisprecher am frühen Samstagabend dem Evangelischen Pressedienst (epd). Stattdessen seien kleinere Gruppen von Menschen durch die Stadt gezogen, die von der Polizei immer wieder zerstreut wurden.

Der Sprecher sprach in Summe von mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die durch die Straßen liefen oder sich am Großen Garten aufhielten. Augenzeugen schätzen die Zahl auf bis zu 800 Menschen. Es seien mindestens 50 Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden. Übergriffe auf Polizisten und andere Personen seien aber nicht bekannt. Die Stadt Dresden hatte in einer Allgemeinverfügung alle Versamlungen verboten, die nicht bis Freitagmittag angemeldet wurden. (epd)

war Die Dresdner Polizei hatte sich seit dem Mittag auf die Corona-Proteste vorbereitet. 

Die Dresdner Polizei hatte sich seit dem Mittag auf die Corona-Proteste vorbereitet. 
 
Bild:
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert

Wiener Philharmoniker sagen Konzerte in Deutschland ab

Wegen steigender Corona-Fallzahlen in den Reihen der Wiener Philharmoniker hat das Orchester zwei Konzerte in Deutschland abgesagt. Am Montag und Dienstag werden die geplanten Auftritte in der Kölner Philharmonie und der Hamburger Elbphilharmonie nicht stattfinden, wie das berühmte Ensemble am Samstag bekanntgab. Auch ein Konzert in Paris fällt kommende Woche aus.

Der Rest der Tournee mit dem Dirigenten Valery Gergiev und dem Pianisten Denis Matsuev soll im Februar wie geplant in Essen, Frankfurt und in den Vereinigten Staaten über die Bühne gehen. (dpa)

war Die Wiener Philharmoniker beim berühmten Neujahrskonzert

Die Wiener Philharmoniker beim berühmten Neujahrskonzert
 
Bild:
picture alliance/dpa/WIENER PHILHARMONIKER | Dieter Nagl

Bautzner Anzeigenblatt schaltet Stellenanzeigen ungeimpfter Gesundheitskräfte

In Zusammenhang mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht wurden auf Twitter Stellengesuche aus dem Bautzener Anzeigenblatt veröffentlicht. Darin meldeten sich verschiedene Gesundheitsfachkräfte, die durch diese Pflicht angeblich um ihren Job fürchteten

Der Autor des Tweets versuchte daraufhin, die Initiatoren der Gesuche über die angegeben Telefonnummern zu kontaktieren. Viele Kontaktdaten waren scheinbar gefälscht, die anderen reagierten nicht auf die Anrufe oder legten auf. 

Zudem wurde in dem Tweet von einem Artikel in der zugehörigen Zeitung berichtet, der die Sorgen der Fachkräfte als berechtigt und deren Proteste als friedlich einstuft. 

war Der Bundesgesundheitsminister räumt Zweifel gegenüber der Impfpflicht für Pflegekräfte aus dem Weg.

Der Bundesgesundheitsminister räumt Zweifel gegenüber der Impfpflicht für Pflegekräfte aus dem Weg.
 
Bild:
picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Lauterbach bestätigt einrichtungsbezogene Impfpflicht ab März

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Einführung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen das Coronavirus Mitte März bekräftigt. „Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister sorgen dafür, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht im März greift und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Omikron-Welle“, sagte er der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ .

Er erteilte damit Forderungen eine klare Absage, die geplante Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zu überdenken. „Wenn bis dahin alle Angestellten in medizinischen Einrichtungen geimpft sind, kann das Virus ältere und kranke Menschen nicht mehr so leicht treffen. Dass wieder massenweise Pflegebedürftige an Corona sterben, müssen wir mit allen Mitteln verhindern“, betonte der SPD-Politiker.

Nach der vom Bundestag am 10. Dezember beschlossenen Reform des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) gilt ab 16. März eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen. Teile der Sozialbranche befürchten, dass sich die Personalknappheit in Einrichtungen mit der Einführung weiter verschärft, weil dann ungeimpfte Angestellte nicht mehr zum Dienst erscheinen können. (EPD)

Gesundheitsminister fordern Prüfung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern bei der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen Corona vom Bundesgesundheitsministerium mehr Informationen zur konkreten Umsetzung. Zudem sprechen sie sich für die Prüfung eines mehrstufigen Verfahrens aus, so dass ungeimpfte Beschäftigte nicht sofort mit einem Tätigkeitsverbot belegt werden müssten. Außerdem plädieren sie dafür, den bald zur Verfügung stehenden Impfstoff Novavax zunächst vorrangig diesem Personenkreis anzubieten.

In einem gemeinsamen Beschluss nach einer Schaltkonferenz der Ressortchefs am Samstag wird das Bundesgesundheitsministerium gebeten, gemeinsam mit den Bundesländern „unverzüglich“ alle offenen Fragen bei dem Thema zu klären, etwa für wen ganz genau die Impfpflicht gelten soll, welche Ausnahmen es gibt und wie Betroffene angehört werden.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht wurde Mitte Dezember beschlossen: Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheime müssen bis zum 15. März 2022 nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Das Gesundheitsamt kann sonst ein Tätigkeitsverbot aussprechen. Die Gesundheitsminister fordern nun eine Prüfung, ob nicht vor einem Tätigkeitsverbot zunächst Bußgelder verhängt werden könnten. Die Gesundheitsministerkonferenz sieht es in ihrem Beschluss zudem „als erforderlich an, den Impfstoff von Novavax prioritär an bisher nicht geimpfte Beschäftigte in den betroffenen Einrichtungen zu verimpfen“. (dpa)

Stuttgarter Corona-Demo vor SWR-Funkhaus

Knapp 5.000 Menschen haben am Samstagnachmittag in Freiburg gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Lage sei weitestgehend ruhig geblieben, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienstes (epd). Auch in Stuttgart verlief die Kundgebung friedlich: Mehr als 1.000 Personen hatten sich vor dem SWR-Funkhaus unter dem Motto „Wir ziehen vor die Medienhäuser, denn da sitzt das Virus“ versammelt.

Die Gewerkschaft Verdi und SWR-Vertreter hatten die Stuttgarter Demonstration im Vorfeld kritisiert. „Wer unter so einem menschenverachtenden Motto direkt vor den Arbeitsplätzen von Medienschaffenden demonstrieren will, missbraucht das Demonstrationsrecht“, sagte Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross. Dies sei ein Angriff auf die Pressefreiheit.

„Was haben das Corona-Virus, Impfungen und der unabhängige öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt miteinander zu tun?“, fragte Andrea Valentiner-Branth vom Verdi-Senderverband im SWR. Immer wieder seien Kolleginnen und Kollegen bei der Berichterstattung vor Ort auch gewaltsam angegriffen worden. Mit der Demonstration vor dem SWR-Funkhaus würden die Medienschaffenden nun auch an ihrem Arbeitsplatz bedroht. (epd)

war Ein Corona-Protest vergangene Woche in Hamburg. 

Ein Corona-Protest vergangene Woche in Hamburg. 
 
Bild:
picture alliance/dpa | Georg Wendt

Großbritannien nimmt neue Untervariante stärker in den Blick

Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Untervariante von Omikron wird in Großbritannien künftig aufmerksamer beobachtet. Die britische Gesundheitsbehörde stufte die Variante namens BA.2, eine spezielle Ausprägung der Omikron-Mutante, als „Variante unter Beobachtung“ ein. 

Üblicherweise werden Varianten, die gegebenenfalls irgendwann „besorgniserregende Varianten“ genannt werden, zunächst beobachtet und weiter analysiert. Grund ist der Verdacht, dass BA.2 noch leichter übertragbar sein könnte als die Urform der Omikron-Variante, die auch BA.1 heißt.

Bislang seien in Großbritannien 426 Fälle von BA.2 bekannt, hieß es am Freitagabend von der Behörde. Erste Analysten legten die Vermutung nahe, dass die Untervariante noch leichter übertragbar sein könnte als BA.1 – aber es seien noch weitere Analysen notwendig. Unklar ist außerdem, wo die Variante als erstes aufgetaucht sein könnte. Es seien auch Fälle aus Dänemark, Indien, Schweden und Singapur bekannt – der Großteil davon in Dänemark mit mehr als 6400 Fällen. (dpa)

war Im Labor muss die neue Untervariante stärker untersucht werden. 

Im Labor muss die neue Untervariante stärker untersucht werden. 
 
Bild:
picture alliance/dpa | Uwe Anspach
war Das Anmelden per Luca-App könnte durch die Einstellung der Kontaktnachverfolgung bald überflüssig werden. 

Das Anmelden per Luca-App könnte durch die Einstellung der Kontaktnachverfolgung bald überflüssig werden. 
 
Bild:
dpa

Kontaktnachverfolgung wird auf gefährdete Gruppen konzentriert 

Die Gesundheitsämter sollen sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen künftig auf die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Das haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder am Samstag bei einer Schaltkonferenz beschlossen. Neben der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen und deren Haushaltsangehörigen solle die Nachverfolgung in diesen Bereichen „mit höchster Priorität“ zum Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen durchgeführt werden, hieß es in einem einstimmig gefassten Beschluss.

Verwiesen wird darin auf die erwarteten weiter stark steigenden Infektionszahlen durch Omikron und die Kapazitäten in den Gesundheitsämtern. „Neben den von Bund und Ländern beschlossenen Anpassungen der Quarantäne und Isolierungsregeln (…) sollte deshalb auch die Kontaktpersonennachverfolgung strategisch bundeseinheitlich neu ausgerichtet werden“, heißt es weiter. Notwendig sei eine „länderübergreifend einheitliche Ausrichtung der Kontaktpersonennachverfolgung auf vulnerable Gruppen“.

„Weitere Kontaktpersonen“ müssen demnach damit rechnen, dass sie „in der Regel mit deutlichem Zeitverzug oder nicht mehr durch die zuständigen Behörden kontaktiert werden können.“ Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich für eine Neuausrichtung der Kontaktnachverfolgung ausgesprochen. (dpa)

Beschäftigte in Kliniken und Pflege sollen bevorzugt Novavax-Impfstoff bekommen

Die Impfpflicht für Beschäftigte in Klinken und in der Pflege soll ab Mitte März bundeseinheitlich umgesetzt werden. Das Bundesgesundheitsministerium soll dafür gemeinsam mit den Ländern rechtssichere Kriterien entwickeln, wie am Samstag die Ländergesundheitsminister und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beschlossen. Betroffene sollen demnach „bevorzugt“ die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Impfstoff Novavax impfen zu lassen.

Ab dem 16. März 2022 gilt in Deutschland eine Corona-Impfpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen. Wer zu diesem Zeitpunkt keinen Immunitätsnachweis vorlegen kann, darf dort in der Regel nicht mehr beschäftigt werden.

Novavax ist ein proteinbasierter Corona-Impfstoff, Impfungen mit solchen Stoffen sind eine im Kampf gegen andere Krankheiten seit langem bekannte und genutzte Methode. Daher könnte der Impfstoff auch für Menschen interessant sein, die Vorbehalte gegen die neuartigen Technologien der mRNA- und Vektorimpfstoffe haben. Das Verfahren für den Novavax-Impfstoff wird seit Jahrzehnten bei Vakzinen gegen Hepatits B und Keuchhusten eingesetzt. (AFP)

war Der Antigen-Test soll den PCR ablösen. 

Der Antigen-Test soll den PCR ablösen. 
 
Bild:
Sebastian Kahnert/dpa

Gesundheitsminister wollen bei PCR-Tests priorisieren

Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland sollen nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten einen PCR-Test bekommen. Die Gesundheitsminister der Länder sprachen sich am Samstag einstimmig dafür aus. Sie begrüßten entsprechende Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für eine Priorisierung von PCR-Tests.

Die Laborkapazitäten seien endlich, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) in Magdeburg nach einer Schaltkonferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern. Unbedingt eine PCR-Testung erhalten sollten Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Hochrisikopatienten und Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe. „Da soll der Zugang zu PCR-Tests erhalten bleiben.“

„Für alle anderen Personen, die keine Symptome haben und ein positives Antigentest-Ergebnis vorweisen können, soll auf eine Bestätigung per PCR verzichtet werden.“ Befürwortet wird stattdessen eine Nachtestung mit einem zweiten überwachten Antigentest. Die Ressortchefs sprachen sich auch dafür aus, bei einer roten Anzeige in der Corona-Warn-App auf einen PCR-Test zu verzichten und stattdessen auf „qualitativ hochwertige Antigentests“ zurückzugreifen. (dpa)

Einführung der berufsbezogenen Impfpflicht steht auf der Kippe

 Die eigentlich für Mitte März geplante Einführung einer berufsbezogenen Impfpflicht für Pflegekräfte und Krankenhauspersonal steht auf der Kippe. Wie der Tagesspiegel aus Regierungs- und Länderkreisen erfuhr, pochen mehrere Bundesländer auf eine Verschiebung. Stattdessen soll erst auf die Einführung des neuen Totimpfstoffes des Herstellers Novavax gewartet werden, hieß es in einer ostdeutschen Staatskanzlei.

Zu viele Pflegekräfte seien skeptisch und könnten dann wegen der Impfpflicht nicht mehr zur Arbeit erscheinen – der neue Impfstoff könne aber mehr Akzeptanz als die bisherigen auf der neuen mRNA-Basis finden. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab 21. Februar zur Verfügung stehen, aber bei zwei Impfungen könnte das die Einführung dann um mehrere Wochen verzögern.

Das Thema könnte auch auf die Tagesordnung des neuen Bund-Länder-Treffens zur Corona-Pandemie an diesem Montag kommen, hieß es. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich für eine Überprüfung der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus, die laut Gesetz ab dem 15. März gilt. „Es wäre besser gewesen, von vornherein eine allgemeine Impfpflicht für alle zu machen statt nur für einzelne Gruppen. Denn die vorzeitige Einführung im Pflege- und Krankenhausbereich kann zu Verlusten an Pflegekapazitäten führen“, sagt der CSU-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Daher sollte man noch mal ein einheitliches Datum für alle prüfen.“

war Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst fordert Tempo bei der Impfpflicht. 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst fordert Tempo bei der Impfpflicht. 
 
Bild:
Oliver Berg/dpa 

Mit Blick auf die sich noch in der Diskussion befindliche allgemeine Impfpflicht macht sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) für ein beschleunigtes Verfahren in Bundestag und Bundesrat stark, damit eine Corona-Impflicht ab 18 Jahren im April, spätestens Anfang Mai in Kraft treten kann. „Nachdem die Ankündigung des Kanzlers von einer Impflicht ab Anfang Februar von ihm leider nicht eingehalten wurde, brauchen wir jetzt umso mehr Tempo“, sagte Wüst dem Tagesspiegel. „Ab dem Frühjahr muss diese Pflicht gelten, wir als Länder müssen sie ja am Ende gemeinsam mit den Kommunen umsetzen.“ Er gebe ausdrücklich Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Recht, der ein Inkrafttreten im April oder Mai fordert. Sieben Abgeordnete aus den Koalitionsfraktionen von SPD, FDP und Grünen starteten am Freitag eine erste konkrete Initiative für eine Pflicht ab 18 Jahren. Dafür wollen sie nach der für kommenden Mittwoch geplanten Orientierungsdebatte im Bundestag einen Entwurf erarbeiten.

Weitere Corona-Fälle bei deutschen Handballern

Deutschlands Handballer verzeichnen bei der Europameisterschaft zwei weitere Corona-Fälle. Rückraumspieler Christoph Steinert und Kreisläufer Sebastian Firnhaber wurden am Samstag positiv getestet und fallen aus, teilte der Deutsche Handballbund mit. (dpa)

war Ein Schild in Nizza macht darauf aufmerksam, den Impfpass bereitzuhalten. 

Ein Schild in Nizza macht darauf aufmerksam, den Impfpass bereitzuhalten. 
 
Bild:
REUTERS/Eric Gaillard

Verfassungsrat in Frankreich gibt grünes Licht für Einschränkungen gegen Ungeimpfte 

Die in Frankreich geplanten scharfen Einschränkungen für nicht gegen Corona Geimpfte haben grünes Licht vom Verfassungsrat bekommen. Das Gericht stimmte dem Gesetz, das Ungeimpfte und Nicht-Genesene von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt, am Freitag weitgehend zu. Die Richter verfügten allerdings, dass die Regeln nur solange in Kraft bleiben dürfen, wie es die Corona-Pandemie erfordere. Zudem darf Ungeimpften laut dem Verfassungsrat, dem obersten Hüter der französischen Verfassung, nicht der Zugang zu politischen Veranstaltungen verwehrt werden.

Damit wird in Frankreich ab Montag der von der Regierung erdachte „Pass vaccinal“ eingeführt, der in etwa der deutschen 2G-Regelung entspricht. Diesen Impf- oder Genesenennachweis müssen Menschen in Frankreich dann vorzeigen, wenn sie etwa Bars, Restaurants, Kulturstätten und Sportveranstaltungen besuchen oder Fernzüge und Fernbusse nutzen wollen. Wer sich bis Mitte Februar für eine erste Impfung entscheidet, darf vorübergehend weiter einen negativen Test als Zugangsvoraussetzung vorlegen.

Im Gegenzug sollen im Februar die Corona-Maßnahmen im Land gelockert werden. Nach und nach sollen etwa die Maskenpflicht im Freien, die Kapazitätsbeschränkungen für Sport- und Kultureinrichtungen sowie die Homeoffice-Pflicht fallen. Auch Diskos sollen ab Mitte Februar wieder öffnen können. Laut Frankreichs Premierminister Jean Castex schützt die hohe Impfquote im Land die Krankenhäuser vor Überlastung – trotz derzeit sehr hoher Infektionszahlen. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl der registrierten Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, bei über 3300. Am Freitag wurden 400.851 Neuinfektionen festgestellt. (dpa)

war Das Medienzentrum der Winterspiele in Peking 

Das Medienzentrum der Winterspiele in Peking 
 
Bild:
David J. Phillip/AP/dpa 

Ex-Rodel-Star Hackl: In China ist Olympia nicht durchführbar 

Rodel-Legende Georg Hackl würde die Olympischen Winterspiele im Februar nicht eröffnen und wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben. „Gerade in einem Gastgeberland, das derart drastisch mit der Pandemie umgeht, bei PCR-Tests deutlich niedrigere Grenzwerte als in Deutschland ansetzt, Sportler noch kurz vor dem Start von der Eisbahn holt und in Quarantäne sperrt, ist ein Großereignis wie Olympia doch überhaupt nicht durchführbar“, sagte der dreimalige Olympiasieger der „Welt am Sonntag“.

Man könne Infektionen nie ausschließen, sagte der 55-Jährige, am Ende könne die Hälfte der Athleten vielleicht gar nicht starten. „Das macht für mich keinen Sinn. Deshalb wäre meine Idee, die Spiele wegen des Virus zu verschieben“, sagte der Berchtesgadener. „Man tut sich keinen Gefallen, weil man alle Beteiligten quält. Nur die Zuschauer quält man nicht. Die dürfen ja gar nicht erst kommen“, meinte der frühere Weltklasse-Rodler über das vom 4. bis 20. Februar geplante sportliche Großereignis. (dpa)

war Deutschland hat unter Bundeskanzler Olaf Scholz momentan die G7-Präsidentschaft inne. 

Deutschland hat unter Bundeskanzler Olaf Scholz momentan die G7-Präsidentschaft inne. 
 
Bild:
Michael Sohn/AFP

Impfstoffverteilung als zentrales Thema für deutsche G7-Präsidentschaft

Der Ausbau internationaler Partnerschaften zum Klimaschutz gehört zu den entwicklungspolitisch zentralen Themen der deutschen G7-Präsidentschaft. Dazu kommen der Einsatz für weltweite Gesundheit und einen fairen Zugang zu Impfstoffen sowie das Eintreten für Geschlechtergerechtigkeit, wie das Entwicklungsministerium am Samstag in Berlin mitteilte.

Zum Thema Impfen etwa hieß es, dass G7 eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung der weltweiten Impfkampagne spiele, die die Pandemie in diesem Jahr beenden solle. „Eine angemessene und frühzeitige Finanzierung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika für ärmere Länder über die globale Plattform gegen die Pandemie ‘ACT-A’ ist dafür ein wichtiger Baustein.“ Ein weiterer Schwerpunkt werde die Unterstützung des Aufbaus von lokaler Impfstoffproduktion in Entwicklungsländern.

„Die G7 hat eine besondere Verantwortung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und des Klimawandels. Die sieben größten westlichen Volkswirtschaften sind zugleich die wichtigsten Geberländer in der Entwicklungszusammenarbeit und darum ein wichtiges Koordinierungsgremium“, erklärte Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). (KNA)

Read More

Leave a Reply

Your email address will not be published.